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Teil I - Freundin

Wir schreiben das Jahr 2008, es ist der 22. Februar, mein Geburtstag. Es wird meine erste Feier in meiner eigenen Wohnung - gleichzeitig meine Einweihungsparty. Es  ist halb neun und ich laufe nervös im Kreis. Auf den Einladungen stand acht Uhr und noch ist niemand da. Ich sollte nicht verwundert sein, niemand kommt pünktlich auf Parties, aber ich kann mir nicht helfen und drehe fast durch. Das Telefon klingelt. Es ist mein Bruder, der mich anschreit, weil ich unsere Mutter aus meiner Wohnung geschmissen habe. Er hat keine Ahnung, wovon er redet, er gratuliert mir nicht zum Geburtstag, er kann mich mal. Ich lege auf, es klingelt. Endlich.

Eine Stunde später habe ich zu wenige Stühle, dafür aber genug zu trinken. Die Pizzableche können abgeholt werden. Auf dem Weg zur Pizzeria gegenüber drückt mir ein guter Freund einen Joint in die Hand, der mich deutlich beruhigt. Die Pizza ist großartig. Ich bin bekifft, betrunken, satt und unter Freunden. Die Zeit vergeht und ich fühle mich wohl.

Irgendwann,
es ist etwa drei Uhr, wird es langsam leerer. Mit den Übriggebliebenen will ich noch feiern gehen, obwohl ich mich kaum gerade stehen kann. Ich hab noch keine Ahnung, wann und wo die Nachtbusse fahren, also laufen wir. Wir brauchen ewig und kaum sind wir drin, gehen die Anderen auch schon wieder raus, weil mein bester Freund kotzen muss. Ich kriege nichts mit, bin immer noch bekifft, sitze auf einem Barhocker und genieße die Musik.
Als ich aufstehe, sind zwei Stunden vergangen. Ich bin wieder klarer und geh tanzen. Nach zwei Minuten sehe ich ein Mädchen, dass in eine blau leuchtende Aura gehüllt ist. Ich geh zu ihr hin, wir tanzen, ich verstehe ihre Namen nicht. Sie ist nüchtern,
weil sie Auto fährt. Ich kaufe ihr ein Wasser, sie gibt mir ihre Nummer.


Ich bin seit über einem Jahr single und hasse es. Ich brauchte ewig um über meine letzte Freundin hinweg zu kommen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt schon bin. Ich kann zwar niemandem vertrauen und will nicht, dass mir jemand nahe kommt, aber jetzt, eine Woche nach meinem zwanzigsten Geburtstag habe ich ein Date. Ich gehe hin, das Date läuft super und fortan habe ich mehr oder weniger regelmäßigen Sex. Die nächsten fünf Monate bin ich mit einem Mädchen zusammen, das viel mehr und viel weniger verdient hat als mich.

Zweieinhalb Monate lang geht das sogar gut.

10.2.09 02:50
 


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