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Teil III - Grenzen

Das Schicksal hat eindeutig Sinn für Humor. Ich hatte also im Sommer des letzten Jahres zwei Freundinnen zur gleichen Zeit und irgendwie brachten die Beiden es fertig, genau gleichzeitig in den Urlaub zu fahren. Jetzt hätte ich plötzlich wieder sehr viel Zeit (zwei Beziehungen gleichzeitig zu führen ist naturgemäß sehr zeitaufwändig). Zeit, um noch ein paar Grenzen zu überschreiten.

Welche Grenzen hatte ich noch nicht überschritten? Mit meiner halbschwedischen Freundin habe ich, glaube ich, insgesamt fünf Mal Schluss gemacht. Es lief immer wieder gleich ab: Ich mache Schluss, sie ist am Boden zerstört. Sie tut mir leid, ich mache ihr wieder Hoffnungen und dann enttäusche ich sie wieder. Schließlich verspreche ich, es nie wieder zu tun und wir kommen wieder zusammen. Ich hatte wirklich zwei Seiten in der Zeit. Ich konnte charmant sein, zuvorkommend, zärtlich. Und dann abweisend, berechnend, kalt.
Wenn wir uns scherzhaft geärgert haben, fing ich plötzlich an zu übertreiben, wurde verletzend. War sie dann sauer, behandelte ich sie so lange eiskalt, bis sie mich förmlich anbettelte wieder lieb zu sein.

Aus welchen Gründen auch immer, aber zu jener Zeit war mir ungefähr alles und jeder völlig gleichgültig, selbst mein kreischendes Gewissen lies mich völlig kalt. Aus meiner damaligen, beunruhigend verqueren Perspektive war die nächste logische Konsequenz ein drittes Mädchen.

Kurz nachdem sich meine Freundinnen in den Urlaub verabschiedet hatten, fand ich mich auf der Tanzfläche einer wirklich sehr guten Disko wieder und freute mich meines Alkoholpegels. Ich steh auf Tanzen. Ich kann es zwar nicht, aber ich steh einfach drauf und tu es trotzdem. Nicht nur - aber vor allem - wenn ich betrunken bin. Wenn dann die Musik noch richtig gut ist, dann steh ich auch gerne mal ohne meine Freunde auf der Tanzfläche, so wie an diesem Abend. (Ich liebe meine Freunde, aber manchmal sind sie echt ätzend tanzunfreundlich)

Mein Pegel war derart, dass ich zwar gemerkt hab, dass das (unheimlich kleine) Mädchen, dass ich antanzte überhaupt keinen Bock auf mich hat, es aber einfach trotzdem tat. Sie erzählte mir später, dass sie ihren Freundinnen versprochen hatte, ausnahmsweise mal nett zu Jungs zu sein, deswegen redete sie schließlich kurz mit mir und wir tauschten Nummern aus.

Es wäre dabei geblieben, da zunächst eigentlich keiner von uns beiden daran interessiert war sich zu melden. Aber im Suff schrieb ich dem winzigen Mädchen schließlich doch irgendwann. Das ganze ging recht merkwürdig weiter. Besonders unser zweites Treffen ist mir gut in Erinnerung geblieben.

Es war an dem Samstag, als meine Freundinnen aus dem Urlaub zurück kamen. Am Freitag davor musste ich arbeiten, was deswegen wichtig ist, weil es bedeutete dass ich um sechs Uhr aufgestanden war. Abends war ich wieder in der Disko, in der ich das winzige Mädchen getroffen hatte (sie war nicht da) und es war mal wieder großartig. Von dort aus bin ich morgens (um 8-9 Uhr) direkt zum Bahnhof, um eine meiner beiden Freundinnen abzuholen (die Schwedin). Ich blieb etwas bei ihr, kam aber immernoch nicht zum schlafen (sie hatte Anderes im Sinn). Anschließend holte ich meine andere Freundin vom Flughafen ab um mich dann schließlich Abends (zusammen mit ihren und meinen Freunden) mit dem kleinen Mädchen zu treffen.

Wir grillten auf einem Betonplatz unter einer Rheinbrücke in Düsseldorf und waren anschließend feiern. Das kleine Mädchen und ich küssten uns auch irgendwann. Ich hatte in der Richtung schließlich keine Hemmschwelle mehr. Sie allerdings auch nicht, sie küsste auch noch zwei andere Jungs an dem Abend, aber wer bin ich, mich zu beschweren? Ich ging dennoch recht früh, weil ich wirklich fertig war und kam schließlich um drei Uhr, nach 45 Stunden ohne Schlaf endlich in mein Bett.

Wieder bewies das Schicksal Sinn für Humor, denn jetzt war ich verknallt in dieses Mädchen. Sie auf der anderen Seite, wusste nicht, was sie von mir wollte. Sie entschied sich zunächst für Freundschaft, was sich dann allerdings mehrfach änderte.

So waren wir irgendwann zusammen feiern und sie fragte mich unvermittelt, ob ich eigentlich wüsste, was ich von ihr will. Zu meinem eigenen erstauen erwiderte ich: "Ficken auf jeden Fall." Sie sah mich erstmal völlig entsetzt an, verzog dann das Gesicht, lächelte schließlich und sagte: "Okay, dann komm doch gleich mit zu mir". Ich konnte das in dem Moment selbst kaum glauben, aber so ist es passiert.

Als ich am nächsten morgen von ihr aus zur Arbeit fuhr, hatte ich schließlich die überfällige Entscheidung getroffen.
Einen Tag später beendete ich endlich beide Beziehungen.

10.2.09 03:09
 


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